Studie ÖPNV-ergänzende Mobilitätslösungen in Ostwürttemberg

Die Studie „ÖPNV-ergänzende Mobilitätslösungen in Ostwürttemberg – Identifizierung von Handlungsempfehlungen und -möglichkeiten“ wurde im Auftrag der Landkreise Heidenheim und Ostalbkreis im Rahmen des KOMOBIL2035-Projekts der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erstellt. Der Regionalverband Ostwürttemberg übernahm die Koordination und Redaktion der Studie. Die Studie wurde durchgeführt von SSP Consult, Beratende Ingenieure GmbH, Herrn M.Sc. B. Haack.

1. Ausgangslage und Aufgabenstellung
Die Struktur der Region Ostwürttemberg reicht vom urbanen Raum bis zum ländlich geprägten Raum. Auch im ländlich geprägten Raum findet die Bevölkerung gute Arbeits- und Lebensbedingungen, zudem ist er Raum für Erholung, für landwirtschaftliche Produktion und für Erzeugung erneuerbarer Energie.

Herausforderungen ergeben sich in vielen Gemeinden des ländlichen Raumes durch den demografischen Wandel mit einem zunehmenden Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung. Versorgungsbereiche der Daseinsvorsorge haben sich durch das unterschreiten von Tragfähigkeitsgrenzen ausgedünnt, die Erreichbarkeit von Infrastruktureinrichtungen verschlechtert. Erschließungslücken treten hier besonders zutage. Die Gefahr einer unzureichenden Daseinsvorsorge ist bereits erkennbar und wird sich noch verstärken. Um ländliche Räume reizvoll zu gestalten und an die veränderten Anforderungen anzupassen, müssen attraktive Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit eine ausreichende Grundversorgung und eine leistungsfähige (Verkehrs-)Infrastruktur zur Verfügung steht. Dies sind Herausforderungen, vor denen auch ländliche Gebiete in den Landkreisen Heidenheim und Ostalbkreis stehen. In manchen kleineren, ländlichen Regionen und Gemeinden wird meist nur eine schmale Grundversorgung und Infrastruktur vorgehalten. Diese ist mit Erreichbarkeitsbeschränkungen für die dort ansässige nicht mobile Bevölkerung verbunden und stellt somit einen erheblichen Nachteil im Vergleich zu den urbanen Räumen dar.

 

Die aufgezeigten Probleme werden im Rahmen der vorliegenden Studie mit dem Fokus auf Mobilitätsfragen vertieft betrachtet und potenzielle Handlungsempfehlungen bzw. Möglichkeiten zur Ergänzung des ÖPNV im ländlichen Raum dargestellt. Ziel der Studie ist ein Grundlagendokument, welche Empfehlungen zum flächendeckenden Erhalt und Ausbau von alternativen Nahverkehrsangeboten in der Region Ostwürttemberg aufzeigt. Dabei werden konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung bestehender und fehlender Verkehrssysteme abgeleitet.

Diese Studie kann die Komplexität des ÖPNV und der ÖPNV-ergänzenden Mobilitätslösungen in Ostwürttemberg nur exemplarisch verdeutlichen. In vielen Bereichen sind die vorgestellten Fakten nur Auszüge aus einem viel breiteren Spektrum. Gerade ehrenamtliche Gemeinschaftsverkehre unterliegen einem ständigen Veränderungsprozess, da sie unmittelbar von ehrenamtlichen Fahrern und Fahrerinnen betreut und durchgeführt werden, neu entstehen oder z. B. auch wegen zu geringer Nachfrage nach dem Probelauf wieder schließen. Die in der Studie enthaltenen Daten und Informationen wurden gewissenhaft und mit größtmöglicher Sorgfalt nach wissenschaftlichen Grundsätzen ermittelt. Für deren Vollständigkeit und Richtigkeit kann jedoch keine Garantie übernommen werden.

News

21.09.2020

Regionales Fahrdiensttreffen und Beteiligung am Aktionstag für Nachhaltigkeit

10.08.2020

Auftaktveranstaltungen des ISTER Projekts

03.08.2020

Regionalverband Ostwürttemberg mit umfangreicher Tagesordnung

15.06.2020

Regionalverband Ostwürttemberg mit umfangreicher Tagesordnung

04.05.2020

Verbesserungen für Rems- und Obere Jagstbahn